2017 lösten sich drei Millionen Tonnen Gestein vom Cengalo und donnerten talwärts. Das Leben im Tal war ab diesem Tag ein anderes. Seither wird in Bondo auf der grössten Baustelle der Schweiz gearbeitet. Der Ingenieur Conzett mit seinem Team wurden beauftragt die vom Bergsturz zerstörte Landschaft neu zu gestalten, 5 Brücken zu bauen, die Kantonsstrasse und die Dörfer Bondo und Spino im Falle eines erneuten Bergsturzes zu schützen. Conzett setzt sich einerseits intensiv mit Fragen der Technik und der Wirtschaftlichkeit auseinander, anderseits sind seine Kunstbauten auch daraufhin konzipiert, bestimmte Empfindungen bei den Benutzerinnen und Betrachterinnen hervorzurufen. Auch wenn seine Werke in Grenzbereiche des Machbaren vorstossen, stehen sie in einer engen Beziehung zur Topografie. Er stülpt der Landschaft keine Vision über.